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Formate ::  Gain Faktor :: Leinwand Tuchsorte :: Leinwand Modelle :: Betrachtungsabstand :: Wissenswertes :: Die ideale Bildwand

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Dann drücken Sie die Taste F3 auf Ihrer Tastatur, geben Sie den Begriff ein und schon geht es los!

Im Bereich der Projektionstechnik wird aktuell unter 3 Formaten unterschieden:

Das Format 1:1
Ist allgemein nutzbar ist, egal ob für Diaprojektionen, PC- oder Videoprojektion. Das
Format 1:1 ist erhältlich mit und ohne schwarzen Rand. Besonders beliebt ist dieses
Format im Bereich der Büroprojektion, da es alle möglichen Projektionen erlaubt, ohne
das Bild zu beschneiden.

Das Format 4:3
Sehr beliebt für reine PC- und Notebookprojektionen. Eine Vielzahl der aktuell auf dem
Markt erhältlichen Geräte projiziert im Format 4:3. Leinwände mit schwarzem Rand bie-
ten dem Auge beim Betrachten eine "Grenze", was gerade bei bewegten Bildern wie z.B.
Videos für den Betrachter angenehm sein kann. Das Format 4:3 ist aber auch ohne
schwarzen Rand erhältlich mit der passenden Leinwandtuchlänge. Diese werden dann
passend auf das jeweilige Format gekürzt, was in Seminarräumen, Tagungsräumen,
Kirchen und Open Air Projektionen gerne in Anspruch genommen wird.

Das Format 16:9
Das derzeit im Kino und Heimkinobereich beliebte Breitbildformat, welches sich mehr und
mehr durchsetzen konnte. Durch die schwarze Maskierung wird der Kontrast des Bildes
subjektiv erhöht und das Auge wird im Bild gehalten!

 
Leinwandformat 1:1 Leinwandformat 4:3 Leinwandformat 16:9

Gainfaktor / Gain Faktor und unterschiedliche Leinwand Tuchsorten:

Der Gainfaktor / Gain-Faktor
Der Gain-Faktor ist der so genannte Leuchtdichte Faktor! Je größer dieser angegebene Wert ist, umso besser reflektiert das Leinwandtuch bei "hellem" Umgebungslicht. In abgedunkelten Räumen empfiehlt sich eher ein Leinwand-Tuch mit geringem Gain-Faktor (zwischen 1 und 1.2). In abgedunkelten Räumen leidet die Qualität und der Betrachtungswinkel mit steigendem Gainfaktor.

Das Material - das Leinwandtuch
Die meisten Leinwände werden mit einer speziell beschichteten Gewebeleinwandfläche und einem dazu passenden Gainfaktor zwischen 1.0 und 1.2 ausgeliefert! Diese sind für herkömmliche Projektionen auch ideal. Die Auswahl an Materialien im Bereich der Leinwandtechnik ist riesig. Weltweit werden verschiedene und immer neuere Möglichkeiten für Projektionsflächen erforscht. Von der speziellen Veredelung der Tücher bis hin zur
Glasfasertechnik werden immer neuere und bessere Möglichkeiten erforscht. Weiteres finden Sie untern unter "W
issenswertes"

Die verschiedenen Modelle
Es gibt im Bereich der Lichtbildtechnik die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten und für nahezu jede dieser Möglichkeiten gibt es das passende Produkt! Von der Aufprojektion (die gängigste, da das Bild von vorne auf die Leinwand projiziert wird) bis zur Rückprojektion (meist nur bei spannbaren Rahmen möglich, da eine Rückprojektionsleinwand zum größten Teil aus einer speziell gefertigten Folie besteht. Die gängigsten
Modelle sind nun hier abgebildet:

 
1.) Stativ 2.) Mobil 3.) Rollo 4.) Motor 5.) Kurbel 6.) Rahmen

Die verschiedenen Modelle im Detail erklärt:

1.) Die Stativ-Leinwand

Eine komfortable Begleitung für eine schnelle, erfolgreiche Präsentationen. Ausgestattet mit Drei- oder Vierbeinstativ und Halterung zum Transport bieten diese oft sehr leichten Leinwände eine schnelle und angenehme Präsentationsmöglichkeit. Zusammengeklappt und eingefahren findet die Stativleinwand in nahezu jeder Ecke einen Platz, bis zum nächsten Einsatz.
 

2.) Die mobile Leinwand

Mobile Leinwände haben Ihr Einsatzgebiet ebenfalls in der verschiedensten Räumlichkeiten. Ausgestattet sind die meisten hochwertigeren mobilen Leinwände mit einem Scherengelenk, was eine sauber Planlage der Leinwandfläche gewährleistet. Die Gehäuse der mobilen Leinwände sind größtenteils mit Rollen ausgestattet, damit ein Transport von größeren Leinwänden auch nur einer Person spielend möglich ist.
 
3.) Die Rollo-Leinwand
Die Rolloleinwand ist oft die günstigste Variante für den Heimkinobereich und schon für unter 100 Euro zu bekommen. Angeboten wird die Rolloleinwand auch in allen möglichen Formaten und Ausführungen. Günstige Folienpräsentationsfläche (in dunklen Räumen aber absolut ausreichend) und hochwertige, veredelte Gewebetücher. Die Rolloleinwand ist bis zu einer Breite von 240 cm empfehlenswert, da ein gerade manueller Auszug bei größeren Breiten nicht mehr gewährleistet ist und das Tuch auf der Welle verrutschen kann.

4.) Die Motor-Leinwand
Das mit unter beliebteste Modell, welches mittlerweile auch in günstigeren Varianten erhältlich ist. Standard für die Bedienung einer Motorleinwand ist der Schalter. Optional aber auch mit Funk- oder Infrarotfernbedienung erhältlich! Ideal für den Heimkinobereich, wenn die Leinwand nach der Vorführung wieder verschwinden soll! Die meisten Motorleinwände lassen sich an der Decke oder an der Wand befestigen. Auch für den unsichtbaren Einbau in abgehängte Decken sind viele Modelle erhältlich.
 

5.) Die Kurbel-Leinwand
Hergestellt und gefertigt wie die meisten Rollo und Motorleinwände auch. Unterschied ist das Herunterlassen der Leinwand per Kurbel. Sinnvoll für Räume und Orte, bei denen das Herunterlassen nur durch befugte Personen erfolgen soll. Dadurch zählen diese Modell in der Regel zu den langlebigsten überhaupt. Besonders beliebt sind die Kurbelleinwände in Schulen und Universitäten, da der Umgang hier nur über das Fachpersonal erfolgen soll.
 

6.) Die Rahmen-Leinwand
Rahmenleinwände sind oft auch für den mobilen Einsatz besonders gut geeignet! Oft sind diese Leinwände auch auf Füßen oder Stativen erhältlich. Die Leinwandfläche wird bei Rahmenleinwänden mit Druckknöpfen in das Profil gespannt, damit eine absolute Planlage der Fläche gewährleistet ist. Rahmenleinwände sind auch in größeren Formaten mit Rückprojektionsflächen erhältlich, da die Rückprojektionsfolie auch in größeren Formaten wellenlos gespannt werden kann.
 

7.) Die Einbau-Leinwand
Einbauleinwände funktionieren auf dem Prinzip der mobilen Kofferleinwände und funktionieren manuell, per Kurbel oder Motor über ein Scherengelenk. Montiert sind die meisten Einbaulichtbildwände auf einem Grundbrett, welches vom Benutzer problemlos in ein beliebiges Möbelstück, oder in einem Bodeneinlass befestigt werden kann!
 

Der Betrachtungswinkel und die richtige Entfernung:

Abstandsberechnung

Optimale Bedingungen für eine ideale Projektion:

Auf die richtige Größe kommt es an:
Schaffen Sie sich, Ihren Kunden, Ihrer Familie oder Ihren Zuschauern optimale Bedingungen für
eine optimale Projektion. Eine große Rolle spielt das Verhältnis der Leinwand zur Breite und Tiefe
des Raumes. Ihre Projektion sollte von jedem Ort im Raum gut sichtbar sein. Es gibt verschieden
Formeln um eine ideale Bildwandbreite und die dazugehörige Anfangsbildhöhe zu berechnen. Die
Berechnungsformeln für die verschiedenen Formate werden wie folgt angegeben:

Mindestabstand = Bildflächenbreite x Faktor   1,5
Idealer Abstand = Bildflächenbreite x Faktor   3,8
Maximalabstand = Bildflächenbreite x Faktor   6,0

Daraus ergibt sich folgende Tabelle (dient nur als Empfehlung!):

Jedem Betrachter ist es freigestellt, wie groß sein Bild in seinem Raum werden soll!
Und aufgrund der technisch mittlerweile gereiften Projektoren ist nahezu alles möglich!
 
Bildflächenbreite  Minimaler Abstand Idealer Abstand Maximaler Abstand
150 cm 225 cm  570 cm  900 cm
160 cm 240 cm  608 cm  960 cm
180 cm 270 cm  684 cm 1080 cm
200 cm 300 cm  760 cm 1200 cm
220 cm 330 cm  836 cm 1320 cm
230 cm 345 cm  874 cm 1380 cm
240 cm 360 cm  912 cm 1440 cm
250 cm 375 cm  950 cm 1500 cm
260 cm 390 cm  988 cm 1560 cm
270 cm 405 cm 1026 cm 1620 cm
280 cm 420 cm 1046 cm 1680 cm
300 cm 450 cm 1140 cm 1800 cm
350 cm 525 cm 1330 cm 2100 cm
400 cm 600 cm 1520 cm 2400 cm

 

Stativ Mobil Rollo Motor Kurbel Rahmen

 

Fachbegriffe von A-Z

· ANSI-Lumen
· Auflösung
· Beleuchtungsstärke
· Betrachterfläche
· Betrachterkennzahl
· Betrachtungswinkel
· Brennweite
· Fresnel-Prägung
· Halbwertswinkel
· HDTV
· Hot-Spot
· Keystone-Korrektur
· Kontrast
· LCD
· Lenticular-Prägung
· Leuchtdichte
· Leuchtdichtefaktor-Indikatrix
· Pixel
· Plasma
· Polarisationsbrille
· Projektionsabstand
· RGB
· RS 232
· Stereobildwand
· Streuwinkel
· SVGA
· SXGA
· UXGA
· VGA
· XGA
· Zoll

Wissenswertes:

· Die_ideale_Bildwand
· Typ D (Diffusionsbildwand)
· Typ S (Spiegelreflex-Bildwand)
· Erklärung für Typ D und Typ S

· Brandschutzverhalten

· Lebensdauer
· Reinigung
· Sicherheitsaspekte
·
Endstandsbegrenzung
·
CE-Kennzeichnung
· Projektion
· Betrachtungsbedingungen
· Relativer Betrachtungsabstand
· Lichttechnische Eigenschaften
· Leuchtdichtefaktor
· Reflexionsverhalten
· Anwendungsbereiche

ANSI-Lumen
Maßeinheit für die Bildhelligkeit der Projektoren, gemessen nach ANSI (American National Standards Institute).
Auf einer 1qm großen Fläche der Bildwand wird an 9 gleichmäßig verteilten Punkten eine Lichtmessung
vorgenommen. Der mathematische Durchschnitt der Lichtstärke ergibt die ANSI-Lumen-Zahl.

Auflösung
Anzahl der darstellbaren Bildpunkte. Die Auflösung gibt die Anzahl der Bildpunkte in der Zeile
(horizontal) und die Anzahl der Zeilen (vertikal) an.

Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke E ist ein Maß für das auf eine beleuchtete Fläche auffallende Licht. Einheit der Beleuchtungsstärke ist LUX (lx). Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter gemessen.

Betrachterfläche
Ist durch die erste Sitzreihe (eingeschränktes Gesichtsfeld optimal ca. 1,5-fache der Bildwandbreite) und die letzte Sitzreihe (Auflösungsvermögen der Augen ca. 6-fache Bildwandbreite) bestimmt. Seitlich durch eine noch vertretbare Schrägbetrachtung (ca. 40 Grad rechts und links der Projektionsachse) definiert.

Betrachterkennzahl
Die Betrachtungskennzahl k gibt Aufschluss über die Einsatzmöglichkeit eines Bildwandtyps für gegebene Projektionsverhältnisse, sie besteht aus zwei Zahlenangaben:

  • dem Leuchtdichtefaktor
  • dem Streufaktor

Betrachtungswinkel
Der Bezugspunkt ist die Projektionsachse. Der Betrachtungswinkel
ist der eigene Standort gemessen zur Projektionsachse.

Brennweite
Eine der Hauptkenngrößen eines photografischen Objektivs. Sie ist gleich dem Abstand zwischen dem bildseitigen Hauptpunkt des photografischen Objektivs und dem Bildpunkt eines unendlich fernen Objektivs auf der optischen Achse des photografischen Objektivs.

Fresnel-Prägung
Die Fresnel-Prägung ist eine kreisförmige Linsenprägung, die auf Rückprojektionsflächen oder -scheiben angebracht wird. Diese Prägung ermöglicht ein Bündeln des Lichtes und ein gleichmäßiges Ausleuchten. Der Abstand zwischen Projektor und Lichtbildwand ist durch die Fresnel-Prägung festgelegt.

Halbwertswinkel
Messwert bei 50 % Leuchtdichteabfall

HDTV
High Definition Television. Hochauflösendes Fernsehen im Kinoformat 16:9 mit 1250 horizontalen Zeilen.

Hot-Spot
Störende Lichterscheinung auf der Bildwand, verursacht durch eine direkte Sichtbarkeit der Projektionslampe.

Keystone-Korrektur
Diese elektronische Trapezentzerrung bei der Projektion ermöglicht Schrägprojektion ohne trapezförmige Bildverzeichnung, das Bild bleibt rechteckig. Die Korrektur gleicht die Verzerrung digital aus, indem das
Bild entgegengesetzt entsprechend komprimiert wird oder eine neigbare Bildwand zum Einsatz kommt.

Kontrast
Der Kontrast ist das Verhältnis der Helligkeit zwischen einem Weißbild und einem Schwarzbild, z.B. 400:1.
Hohe Werte verbessern die Bildschärfe und die Lesbarkeit.

LCD
"Liquid Crystal Display" = Flüssigkristallanzeige

Lenticular-Prägung
Die Lenticular-Prägung ist eine vertikale Rillenstruktur für verbesserte Leuchtdichteverteilung, ergibt gute Schrägbetrachtung. Diese Prägung hat kein fokales Zentrum d.h. der Abstand zwischen Projektor und
Lichtbildwand ist frei wählbar.

Leuchtdichte
Die Leuchtdichte wird mit einem visuell arbeitenden Gerät gemessen. Dabei vergleicht das Auge einen
Ausschnitt der Bildwand mit einer Vergleichsfläche bekannter Leuchtdichte.

Leuchtdichtefaktor
Der Leuchtdichtefaktor ist ein gemessener vergleichbarer Wert des transmittierten Lichtes (bei Durchlichtprojektion) und des reflektierten Lichtes (bei Auflichtprojektion) zu Standard-Weiß.

Leuchtdichtefaktor-Indikatrix
Die Leuchtdichtefaktor-Indikatrix ist eine übersichtliche Kurvendarstellung der lichttechnischen
Eigenschaft einer Bildwand.

Pixel
Kurzform von Picture-Element, kleinster Teil eines Bildes (Bildpunkt).

Plasma
Eine neue Bildschirmtechnologie. Jeder Bildpunkt besteht aus einer winzigen Kammer, die mit einem Edelgasgemisch gefüllt ist. Dieses Gasgemisch wird von einer Elektronik gezündet. Die dabei entstehende
UV-Strahlung regt eine Phosphorschicht zum Leuchten an.

Polarisationsbrille
Stereobrille mit gegensinnig (Linear und zirkular) polarisierenden Lichtfiltern zur Erkennbarkeit des 3 D-Effektes.

Projektionsabstand
Abstand der Mitte des auf der Bildwand projizierten Bildes von dem bildwandseitigen Hauptpunkt des Projektionsobjektivs.

RGB
Rot-Grün-Blau Signal bei Video- und Computerbildern.

RS 232
Schnittstelle, die eine Kontrolle des Projektors über Computer
oder Steuerungsgeräte wie AMX oder Creston ermöglicht.

Stereobildwand
Projektionsfläche mit meist stark gebündelter Leuchtdichtefaktor Indikatrix und metallisierender Oberfläche.

Streuwinkel
Erreicht der Leuchtdichteabfall den festgelegt unteren Grenzwert, so nennt man diesen Winkel den Streuwinkel.

SVGA
Grafikstandard mit einer Auflösung von 800x600 Bildpunkten/Pixel.

SXGA
Grafikstandard mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten/Pixel.

UXGA
Grafikstandard mit einer Auflösung von 1600 x 1200 Bildpunkten/Pixel.

VGA
Grafikstandard mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten/Pixel.

XGA
Grafikstandard mit einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten/Pixel.

Zoll
Englische Längenmaßeinheit: 1 Zoll/Inch (1")= 2,54 cm.

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Die ideale Bildwand

Auswahl der idealen Bildwand
Das Reflektionsverhalten der Auflichtbildwände lässt sich nach der internationalen Norm ISO 8396
und der deutschen Norm DIN 19045 Teil 4 in zwei Gruppen einteilen:

Typ D (Diffusionsbildwand)
Der auftreffende Projektionsstrahl wird nach allen Seitengleichmäßig reflektiert.

Typ S (Spiegelreflex-Bildwand)
Der auftreffende Projektionsstrahl wird in Vorzugsrichtung des Spiegelwinkels reflektiert.

Erklärung für Typ D und Typ S
Da in allen Fällen nicht mehr Licht reflektiert werden kann, als auf die Bildwand auftritt, ergibt sich, dass mit steigender Vorzugsrichtung auch mehr Licht in dieser Richtung reflektiert wird: sie erscheinen "heller". Praktisch bedeutet dies, dass Metallbildwände (Typ S) "heller" erscheinen als weiße Lichtbildwände (Typ D). Hierbei wird aber gleichzeitig die Lichtverteilung nach den Seiten eingeengt. Aus dieser Kopplung erkennen Sie die Notwendigkeit der sorgfältigen Auswahl. Hieraus erkennen Sie, dass wir nicht zwischen "guten" und "weniger guten" Bildwandflächen unterscheiden: alle Ausführungsarten sind für bestimmte Einsatzzwecke vorgesehen, einmal abhängig von der Breite der ausgenutzten Betrachterfläche zum anderen von den Beleuchtungsverhältnissen im Raum während der Veranstaltung. Das Reflektionsverhalten der Lichtbildwand ist durch den Halbwertswinkel (Leuchtdichteabfall auf 50%) und damit verbunden durch den Leuchtdichtefaktor gekennzeichnet. Bei der Auswahl der Bildwand muss daher stets von der ausgenutzten Breite der Betrachterfläche ausgegangen werden. Für sehr breite Betrachterfläche ist der Bildwandtyp D zweckmäßig, für mittelbreite Betrachterflächen ist der Bildwandtyp S geeignet. Wird diese Grundregel beachtet, ergeben sich auf allen Sitzplätzen innerhalb der Betrachterfläche bei der Projektion annähernd gleiche Betrachtungsbedingungen hinsichtlich der empfundenen Helligkeit des projizierten Bildes.

Brandschutzverhalten
Die Baustoffe werden nach ihren Brandverhalten in
folgende Klassen eingeteilt (DIN 4102 Teil 1):

A, A1, A2   nicht brennbare Stoffe
B   brennbare Stoffe
B1   schwerentflammbare Baustoffe
B2   normalentflammbare Baustoffe
B3   leichtentflammbare Baustoffe

Die Bildwände entfallen dabei auf die Baustoffklasse B und entsprechen im Verhalten der Zertifizierung B2. Der Forderung nach schwerentflammbarer Ausführung, die teilweise lt. Versammlungsstätten - Verordnung gefordert wird, können wir als Sonderlösung im Einzellfall durch Oberflächenveredelung entsprechen.

Lebensdauer
Basierend auf Erfahrungswerten und durchschnittlicher Beanspruchung treffen für unsere Bildwände folgende Aussagen zu:

Art  Nichtraucherraum Raucherraum
Folienbasis
Gewebebasis
Glasfiberbasis

xxx
xxx
xxx

xxx
xxx
xxx

Reinigung
Eine 100% Reinigung einer Bildfläche ist nicht möglich, weil der Schmutz durch Reinigung nur verteilt wird und dauerhafte Spuren und Schattierungen hinterlassen kann. Für kleinere Verschmutzungen beachten Sie bitte folgende Ratschläge:

  • Oberfläche auf Folienbasis kann mit einer nicht aggressiven
    Flüssigkeit gereinigt werden (z.B. Handreinigungsseifen)
  • Oberfläche auf Folien- und Textilbasis mit Beschichtung kann
    nicht gereinigt werden.
  • Oberfläche auf Glasfiberbasis kann trocken gereinigt werden.
  • Einige Schmutzstellen auf bestimmten Oberflächen können
    mit einem weichen Radiergummi oder aber mit der Rückseite
    eines Klebebandes entfernt werden.

Sicherheitsaspekte

DIN 19045 Teil 5 = maßgebliche DIN-Norm

Wie für alle sicherheits- und maschinentechnischen Einrichtungen gilt auch für Lichtbildwände die Prüf-
vorschrift nach UVV, DIN und VGB70. Es sind weit mehr als 100 DIN-Normen, nach denen wir arbeiten.

Hier einige Beispiele aus den umfangreichen Vorgaben Sicherheitsschalter und Not-Aus-Schalter gemäß
VDE 0100, 0660 Teil 1 /0869§5b.6, 0100/05-73§60 Motor- und Handbetrieb, soweit vorhanden, dürfen
nicht gleichzeitig möglich sein.

  • Absenk- und Hebegeschwindigkeit dürfen 250 mm/s nicht überschreiten.
  • Vertikale Bewegungssicherung z.B. durch selbsthemmende Getriebe und Fangvorrichtung

Endstandsbegrenzung

  • mechanisch, z.B. durch Auflaufbremse oder Fangvorrichtung
  • elektrisch, z.B. durch Sicherheitsendschalter im Haupt- oder Steuerstromkreis

CE-Kennzeichnung
CE-Zeichen ist ein Handelszeichen am Produkt, welches dokumentiert, dass
ein Produkt Sicherheitsanforderungen von Harmonisierungsrichtlinien erfüllt.

Die wichtigsten Harmonisierungsrichtlinien sind:

  • Maschinenrichtlinien
    Schutz der Menschen vor mechanischen Schäden
    (Scheren, Klemmen, etc.)
  • EMV-Richtlinien
    für alle Produke, in denen Energie gespeichert werden
    kann, hierzu zählt auch Federenergie
  • Niederspannungsrichtlinie
    für alle Produkte, die über einen elektrischen
    Antrieb verfügen

Entscheidend bei der CE-Kennzeichnung ist die technische Dokumentation. D.h.

  • der Nachweis für die Erfüllung der angegebenen Richtlinien und Normen im Schadensfall über interne und externe Prüfberichte, Berechnungen etc.
  • eine Gebrauchsanleitung des Produktes, die so gestaltet ist, dass der Benutzer in Bedienung und Montage geführt wird, Sicherheitsvorgaben in den Vordergrund kommen und der Hersteller sich zu erkennen gibt (Anschrift).

Projektion

Bei der Projektion wirken vier Komponenten aufeinander ein:

  • die Betrachterfläche und die Lichtverhältnisse im Raum
  • die Lichtbildwand auf der das projizierte Bild mit gleichmäßiger Leuchtdichte erkannt werden soll
  • der Projektor, der ein scharfes Abbild mit gleichmäßiger Leuchtdichteverteilung auf die Lichtbildwand projiziert
  • die Projektionsvorlage, die in erfass- und erkennbarer Form die Informationen enthalten soll

Das zufriedenstellende Zusammenwirken bedingt aber eine sorgfältige Planung der Projektionseinrichtung. Ein wesentliches Kriterium zur optimalen Erkennbarkeit des projizierten Bildes stellt dabei die Einhaltung von Rahmenbedingungen bei der Hellraumprojektion dar, da das Raumlicht in Einklang zu den Mitschreibebedingungen gebracht werden muss.

Zahlreiche Versuche haben ergeben, dass das Verhältnis von 5:1 der durch den Projektor auf die Bildwand auftreffenden Beleuchtungsstärke zum vorhandenen Raumlicht nicht unterschritten werden darf. Die Hellraumbedingungen (siehe DIN 19045) sagt aus, dass die durch das Projektionslicht erzeugte Leuchtdichte mindestens fünfmal größer sein muss als die durch das Raumlicht erzielte Leuchtdichte, wird der Wert unterschritten, sinkt die Erkennbarkeit merklich. Bei Unterschreitung des Verhältnis 5:1 empfiehlt sich eine Abschattung des Raumlichts Bei der Projektion wirken vier Komponenten aufeinander ein:

  • die Betrachterfläche und die Lichtverhältnisse im Raum
  • die Lichtbildwand auf der das projizierte Bild mit gleichmäßiger Leuchtdichte erkannt werden soll
  • der Projektor, der ein scharfes Abbild mit gleichmäßiger Leuchtdichteverteilung
    auf die Lichtbildwand projiziert
  • die Projektionsvorlage, die in erfaß- und erkennbarer Form die Inform gegen die Bildwand, die Lichtleistung des Projektors zu erhöhen oder eine Bildwandfläche mit einem erhöhten Leuchtdichtefaktor auszuwählen. Entscheidend für eine optimale Projektion unter Hellraumbedingungen besteht in der Beachtung und Einhaltung dieser 3 Komponenten.

Betrachtungsbedingungen
Das schnelle Erfassen einer Gesamtinformation setzt voraus, dass möglichst alle Einzelinformationen innerhalb des Blickfeldes liegen. Hierüber gibt physiologisch bedingt das Blickfeld beider Augen Aufschluss. In dem Bereich von etwa 40 Grad ist schnelles Erfassen durch Augenbewegung ohne Kopfbewegung möglich. Die optimale Betrachtung
des projizierten Bildes wurde in einem sehr umfangreichen Rundversuch aus Hunderten von Mess- und Beobachtungsergebnissen ermittelt und ist in der deutschen Norm DIN 19045 Teil 1 festgelegt.

Relativer Betrachtungsabstand
Die Aufnahme einer Bildinformation wird schwieriger, wenn der Betrachter zu nah vor der Bildwand sitzt. Die Mindestentfernung zur Bildwand soll die 1,5-fache Bildwandbreite betragen. Das Erfassen einer Information wird auch schwieriger, wenn der Betrachter zu weit von einer Bildwand entfernt ist, d.h. der Betrachter sollte nicht mehr als die 6-fache Bildwandbreite entfernt sitzen. Daraus ergibt sich der ideale Betrachtungsabstand von 4,5-fach bezogen auf die Bildwandbreite. Schrägprojektion

Um einen guten lichttechnischen Wirkungsgrad zu erhalten, muss die Bildwand bei Senkrecht- oder Schrägprojektion so geneigt werden, dass die Vorzugsrichtung der Reflexion etwa auf die Mitte der Betrachterfläche weist.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Lichtbildwand mit einer Schrägstelleinrichtung ausgerüstet sein muss, die eine Neigung der Bildwand ermöglicht. Durch diese Maßnahme wird erreicht, dass in Grenzfällen bei richtig eingestellter Schräglage der Lichtbildwand gegenüber einer senkrecht angebrachten Bildwand das projizierte Bild dem Betrachter "3-mal so hell" erscheint.

Lichttechnische Eigenschaften
Durch die Visualisierung einer Mitteilung, durch die Darstellung der Aussage auf einer Projektionsfläche, einer Bildwand, werden beim Ansprechpartner verschiedene Eingangskanäle der Wahrnehmung erreicht. Dadurch erhöht sich die Wahrnehmungs- und Lernfähigkeit, und der Lernerfolg steigt. Nur Projektion kann diese Information groß,
deutlich und brillant sichtbar machen. Mit Projektion kann man Stehbilder, Laufbilder, EDV-Daten und Grafiken visualisieren. Die Bildinformation wird mit optisch gerichtetem Licht vielfach vergrößert auf die Bildwand projiziert. Die Betrachtungsbedingungen werden dabei häufig zu wenig berücksichtigt. Nur wenn der Betrachter, Teilnehmer, Zuhörer, also der Empfänger der Information, ein ausreichend kontraststarkes und helles Bild sehen kann, wird der Erfolg einer visuellen Präsentation erreicht.

Leuchtdichtefaktor -
Der lichttechnische Wirkungsgrad bei der Projektion berücksichtigt ausschließlich die optimale Lichtverteilung des auf die Betrachterfläche fallenden Lichts. Es fordert, dass von der Bildwand möglichst viel Licht auf die Betrachterfläche, und nur wenig Licht in solche Bereiche gelenkt wird, wo keine Betrachter sitzen. Um eine Beschreibung der Leuchtdichte oder des Leuchtdichteverlaufes einer Projektionsfläche vorzunehmen, benötigt man ein Messnormal. Dieses Messnormal ermöglicht einen Vergleich mit der zu messenden Probe. Das Leuchtdichteverhältnis Messprobe/Messnormale stellt eine einheitslose Größe (Faktor) dar. Auf internationaler Ebene finden unterschiedliche Messnormal Anwendung z.B. MgO, BaSO4 MgC3. In Deutschland wird BaSO4 in der DIN 5033/Teil 9 vorgeschrieben. An dieser Referenzprobe werden die Messeinrichtungen normiert (Messwert wird auf "1" gesetzt). So erreicht man vergleichbare Messergebnisse. Eine "Gain-Messung" ohne Hinweis auf das verwendete Messnormal, ermöglicht nur eine Bewertung der Kurvenform, nicht aber eine Aussage über die Absolutgrösse der Messung.

Reflexionsverhalten
Die gleichmäßige Lichtverteilung über eine festgelegte Betrachterfläche wird weitgehend von der Leuchtdichtefaktor-Indikatrix bestimmt. Es gibt drei in ihrem Grundverhalten unterschiedliche Bildwandtypen für die Auflichtprojektion, die sich in Bezug auf das Reflexionsverhalten an den Bildwandseiten wesentlich unterscheiden:

  • Die "weiße" Bildwand (Typ D) strahlt über ihre ganze Breite das Licht gleichmäßig auf die Betrachterfläche ab, hat aber nur einen Leuchtdichtefaktor <= 1.
  • Die Metallbildwand (Typ S) strahlt das Licht an den Bildwandseiten (d.h. bei Schräglichteinfall) im Spiegelwinkel ab und hat einen Leuchtdichtefaktor > 2.

Wird die Bildwand noch zusätzlich um eine vertikale Achse gekrümmt, kann die ohnedies gute Lichtverteilung noch verbessert werden. Zugleich erhöht sich auch die Scharfabbildung an beiden Seiten der Bildwand.


Anwendungsbereiche
Ob Diskussionen, Austausch von Erfahrungen, Informationen oder Schulungen- die Ausstattung des Medienraums erfordert die Integration von modernen, multimedialen Anwendungen, die aufeinander abzustimmen sind. Projektion, Moderation, Akustik Licht und Steuerungstechnik müssen eine Einheit bilden, die den jeweiligen Teilnehmerkreis animiert und begleitend zur Seite steht. Im Vordergrund steht dabei stets das Ziel, ein Umfeld für die Projektion zu schaffen, in dem sich die Menschen wohl fühlen. Sowohl für den professionellen Einsatz im Tagungs- und Schulungsraum, der Ausstattung von Events und Veranstaltungen als auch der anspruchsvolle Film- und Fotoamateur im Bereich Heimkino stehen Bildwandtypen in unterschiedlichster Ausführung der mechanischen Eigenschaften, im Reflexionsverhalten und Anwendungsart zur Verfügung. Die Auswahl der richtigen Bildwand trägt neben dem Projektor und dem Bildmotiv maßgeblich zum Erfolg einer visuellen Präsentation bei. Nach getroffener Wahl der Projektionsart Dia, Film, Arbeits- oder Videoprojektion und der Festlegung der Bauausführung der Bildwand, wie mobil oder stationär, rollbar oder spannbar haben Sie die Möglichkeit unter einer großen Anzahl von
Ausstattungs- und Funktionsvarianten auszuwählen, die eine erfolgreiche Projektion nach Ihren Vorstellungen sichert. Die individuelle Veränderung des Designs, Anpassung der sichtbaren Teile bei Einbau in Zwischendecken, einfache und schnelle Revision, Neigung der Bildwand nach vorne oder hinten sind nur einige Anwendungsbeispiele, die den hohen Anforderungen an eine Bildwand und den Raumverhältnissen entsprechen.

Impressum:

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Kai George | Finkenstr. 8-10 | 32839 Steinheim | Fon: 0 52 33 - 95 48 28 | Fax: 0 52 33 - 95 48 29 | Email: kontakt@leinwandlexikon.de

Disclaimer:

"Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch das Setzen eines Links, die
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